Hütterhof
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Ein historischer Bestand erst auf den zweiten Blick und ein möglicherweise spätromanischer Baukern. ![]() Der Hütterhof in Nordtirol entsteht unter Einbezug der Reste eines frühgotischen Baukerns, der auf Grundlage regional- und zeittypischer Vergleiche eine Datierung in das 14. Jahrhundert zulässt. Südlich dieses anzunehmenden Baus wird um 1444 über gemauertem Sockel in Blockbau das heutige südliche Wohngebäude errichtet, das in Folge um eine Raumachse Richtung Westen erweitert wird. In einer nachfolgenden Bauphase entsteht über dem frühgotischen Baukern eine nördliche Raumachse, die 1718-20 in eine erneute Erweiterung einbezogen wird. Dabei werden die unteren Geschosse in Massivbauweise ausgeführt, die Ostwand um 90cm nach außen versetzt und ein Obergeschoss in Riegelbauweise aufgesetzt, konstruktiv mit dem Dachstuhl zusammenhängend. ![]() ![]() Nach geringfügigen baulichen Veränderungen im 18. und 19. Jahrhundert wird der Bestand des nördlichen Wohngebäudes in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts um den nördlichen Zubau erweitert und in einer nachfolgenden, inschriftlich 1900 datierten Bauphase umgebaut. Mit dem Umbau erfolgen kaum strukturelle Veränderungen, jedoch werden neue Binnenteilungen und eine neue Treppenanlage geschaffen, wohl auch die heutigen Fensterachsen angelegt. Teilweise sind im Gebäude noch zu dieser Bauphase gehörige Ausstattungen wie die felderteilende Stubentäfelung, sowie Fenster und Türen mit zeittypischen Beschlägen erhalten. In zwei Bauetappen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts werden Adaptierungen zur Anpassung des Wohnkomforts, teilweise mit Einbau neuer Türen und Fenster vorgenommen.
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