Denkmalpflegeplan Festung Kufstein
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Ein Denkmalpflegeplan für die langfristige Planung der Konservierungs- und Erhaltungsmaßnahmen an der Festung Kufstein. ![]() Plan zur Darstellung der Dringlichkeiten und Restaurierungskonzepte Die Festung Kufstein bildet eine klar abgegrenzte, großmaßstäbliche Denkmal-anlage, die ab dem 12. Jahrhundert auf einem Kalksteinfelsen östlich des Inn entsteht und bis zum ausgehenden 18. Jahrhundert in mehreren großen Schritten zum heutigen Bestand mit einer Dimension von 320m Länge und maximal 100m Breite ausgebaut wird. Das Denkmal setzt sich aus zeitlich unterschiedlich entstandenen und gemäß der Charakteristik einer Festungsanlage aus verschiedenen Gebäudetypologien zusammen, die zum Wohnen, Verteidigen, Befestigen und zum Lagern dienen. Sämtliche Bauteile sind als intakte Gebäude erhalten, es gibt keine ruinösen Bereiche. Die Festungsanlage ist bereichsweise ständig, bereichsweise temporär touristisch und für Veranstaltungen genutzt. Somit ist ein Großteil der Festung für die Öffentlichkeit zugänglich, das gesamte Areal von Wegen und Höfen durchzogen. ![]() Festung Kufstein, Foto Martha Fingernagel-Grüll 2019 Der Denkmalstatus zum einen, die Anforderung an die touristische Nutzung zum anderen erfordern ständige Instandhaltung, Wartung und Pflege der Bauteile und Freibereiche, die nach denkmalpflegerisch-konservatorischen Rahmenbedingungen eine fach- wie verwaltungsökonomische Handhabung verlangen. Für die wiederkehrenden gleichartigen Fragestellungen und regelmäßigen vorhersehbaren Instandhaltungen und Reparaturen soll der DENKMALPFLEGEPLAN DER FESTUNG KUFSTEIN eine einheitliche Vorgangsweise gewährleisten. Die Ausarbeitung des Denkmalpflegeplans in drei Schritten – Erhebung des Bestandes, Festlegung der Zielsetzungen und der Planung von Maßnahmen – entspricht dem Leitfaden des Bundesdenkmalamtes und folgt dabei grundsätzlich dem internationalen Standard eines Conservation Management Plans. ![]() Kueffstein, Ansicht von Norden, Kupferstich, 1649 von Matthäus Merian, in: Matthäus Merian, Topographia Provinciarum Austriacarum […], IV, Fürstliche Graffschafft Tyrol, Frankfurt am Main 1679, Nr. 97, S. 85.
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